Denn da geht es ja schon los: Der Titel Die Wächter ist wieder einmal eine unnötige bis (auch mal wieder:) verfälschende, mindestens aber unnötig reduzierende Übersetzung. Ist die "Hauptperson", der im Comic viel schöner, weil theoretischer, wirkende "Blaue Mann", doch eigentlich auch ein Watch-Maker (Uhrmacher). Aber warum ihm in der Kinofassung die Rolle der nötigen Bedrohung von außen zugeschoben wurde, kann dann nur der tätowierte Macher verraten. Es kann nur vermutet werden, dass das Budget da schon aufgebracht war, als das Modell für den außerirdischen Corpse entwickelt werden sollte. Auch Rorschachs Gesichtstuch sieht zu sehr nach einer Baumwollwindel aus, diese hätte wohl so keine modebewusste Frau als Kleid getragen(obwohl man die ja Anfang der 80er durchaus um den Hals trug). Dass jedoch die Entwicklung alternativer Antriebsmethoden für den Individualverkehr in die Zeit nach der Handlung versetzt wurde, macht natürlich angesichts der momentan vorherrschenden Meinung, dass die Revierkämpfe in der Angst vor dem Versiegen der klassischen fossilen Brennstoffe zugrundeliegen, durchaus Sinn. Obwohl die Straßen voller Ostereier waren im Comic schon sehr schick. Und die Piratengeschichte hätte dann ja auch die 3 h gesprengt oder es gibt sie dann womöglich noch auf einer Bonus-DVD. Oder als Fortsetzung. Die insgesamt mit fortlaufender Zeit des Filmes kontinuierlich abnehmende Werktreue lässt das Ganze etwas unentschlossen und inhomogen wirken. Die Ohren des Molochs halte ich für eine unverzeihliche Fehlinterpretation der Zeichnungen, denn die dort spockähnlichen sind hier eher die Ohren seiner Karikaturen. Die Filmmusik ist definitiv zum Teil fehl am Platze, manches Mal wäre das reine Regengeprassel der passendere Soundtrack, doch hat wahrscheinlich Nena im Herstellungsland des Filmes einen anderen Stellenwert als hierzulande.
(**~)(weil der/das Comic zu wichtig ist, und viel treu genug)
Donnerstag, 5. März 2009
Watch-Men - Die Uhr tickt
Eingestellt von
lr
um
20:15
Labels: Kino, unnecessary, Watchmen
Dienstag, 29. Juli 2008
p review 28.07.2008 - The Dark Knight
Der Vorfilm war ein guter schwarz-weißer mit einem traurigen Sixth-Sense-artigen Twist. Vom gleichen Regisseur wie der ebenfalls sehr sehenswerte 'Land gewinnen' vom 14.07.08 (Heim, D 2005).
Fight the Creation of Terrorism
The Dark Knight (oder einfach Batman vs. Joker)(OF) - (28.07.2008)
Sehenswert an diesem zunächst leider nur ambitioniert wirkenden kalkulierten Gassenhauer ist wieder einmal der Widersacher: Heath Ledger schließt sich der Jack Nicholson-Tradition an und fügt doch noch genug eigenes, zeitgemäß regellos-blutiges Irrsein hinzu, so dass dieser Joker seinem Mimen hiermit ein Denkmal sein möge. Doch dass der geniale Kopf, der Memento hervorgebracht hat, nur noch einen vervielfältigten Plot einer 7ieben- oder Saw-Episode (Schlaftabletten oder Notarzt/Sterben oder Töten usw...) um den Dunklen Ritter schreibt, enttäuscht dann doch erst einmal. Zwar wird sich mit moralischen Fragestellungen bemüht auch die nicht nur an Fantasieautos und übermenschlichen Kampfszenen interessierten Zuschauer zu unterhalten, doch sind dann die offensichtlichen Kommentare zur WTC Demolition so indifferent, dass es lange unklar bleibt, ob der totale Überwachungsstaat in seiner Folge unter uneigennütziger Aufsicht erwünscht oder verteufelt wird. Zumindest nutzt er hier nichts, sondern nur das (uramerikanische) Heldentum der Jedermanns (oder doch der vermeintlichen Verbrecher und die Rückratlosigkeit des Common Guys?) kann diese US-Welt zu einer besseren machen. Allerdings scheint es, dass aufgrund des Verlustes des Hauptdarstellers der schon so gut wie abgedrehte 2. Teil gleich noch mit abgesessen werden musste, und so kam der Two-Face-Part dann etwas (zu) kurz. Immerhin, hier wird die Position Batmans (Homeland Security) als außerhalb des Gesetzes stehend wohl als Ursache für den Schaden, den er anrichtet verantwortlich gemacht. Denn der Joker (Terrorism) existiert nur zusammen mit Batman, der ihn ja prinzipiell nicht tötet. Vielleicht ist ja doch mehr konstruktive (System-)Kritik darin verborgen als die nervigen Materialschlachten, die jedoch die Erreichung der Massen ermöglichen, beim ersten Blick erkennen lassen. Vielleicht isser doch genial. ((noch) ohne *+~)
Eingestellt von
lr
um
03:17
0
Kommentare
Labels: Kino, p review, unnecessary, WTC
Dienstag, 15. Juli 2008
p review 14.07.2008 - Selbstgespräche
Der Vorfilm war dann doch der Hauptfilm.
Selbstgespräche - Wir müssen reden (14.07.2008)
Nun also nach Outsourced der deutsche Call-Center-Film. Hier dann als Episodenfilm, in dem die Agenten natürlich jeweils eine bekommen: Die alleinerziehende Mutter kompensiert mit oberflächlicher Stärke die Trauer über die verlorene Familienidylle und der Coach, dessen Frau nicht mehr gecoucht, Äh, gecoacht werden will, muss die Herde zu Höchstleistungen treiben. Und der erfolgreich verkaufende Verklemmte, der vom fast Vater werdenden Traumtänzer Sozialnachhilfe und so eine Ostfriesin bekommt. Zu oft so quälend wie Stromberg, daher wünscht man es sich eher als kurze Folgen im TV, manchmal mäßig unterhaltend, dann aber auch mal tragisch rührend.(0,5*~)(28.07.08-15:10)
Eingestellt von
lr
um
03:10
0
Kommentare
Labels: Kino, p review, unnecessary
Dienstag, 8. Juli 2008
p review 07.07.2008 - So ist Paris
Der Vorfilm ist vergessen.
So ist Paris (07.07.2008)
Sehr betulicher und geübt präsentierter Episodenfilm quer durch die französische Hauptstadt. Sehr touristisch, sehr wenig überraschend, mit schwächeren und besseren Momenten und solidesten Darstellern. (Und einem bis dato ungewohnt definiertem Binoche-Antlitz...)(0,2*~)
(27.07.2008-14:47)
Eingestellt von
lr
um
04:47
0
Kommentare
Labels: Kino, p review, unnecessary
Dienstag, 3. Juni 2008
p review 02.06.2008 - Cassandra's Dream
Der Vorfilm war ein empfunden uralter, weil schon ewig sehbarer, Animationsfilm, aus einer Zeit in der wohl ein neues Figurenanimationsprogramm eine Reihe von sich schurrend oder knirschend bewegenden Statuen generieren lies. Hier die wenig originelle und lustige Geschichte vom ungleichen Duell zwischen der asiatisch inspirierten etwas hochmütigen sechsarmigen Gottesstatue und einer dann doch unterlegenen Fliege. Inklusive Nasal- und Analwitz. The God (Rus, 2003)
Noch ein Segelboot
Cassandra's Dream (02.06.2008)
Na ja, ganz unrecht hatten die vorschnell die Vorstellung Verlassenden ja nicht, denn die Dialoge waren für W. Allen doch zu realistisch, eben recht leer. Denn normalerweise ist bei ihm ja jede zweite Zeile ein stirnrunzelnder Witz (oder war...), doch vielleicht hat er sich ja in der englischen Realtrottel-immerweiterreinreitekomödie versucht, nur dass es hier keine wunderbare Er-Lösung für alle Beteiligten gibt, weil die hier ja wirklich falsch gehandelt haben. Anscheinend hat er immer noch ein schlechtes Gewissen, nur diesmal für die Vorgänger, in denen die Schuldiggewordenen heil 'rauskamen: MatchPoint, und viel früher: Verbrechen und andere Kleinigkeiten.
Na, immerhin wurde hier die (zur Sünde) Verführende auf Boot und zwei Frauen verteilt, der Wunsch nach "Freiheit"(Boot), gemachtem Bett (Hawkins) und der "Hure"(Atwell) darin. Und der Verführte, oder doch Strebende, verteilt sich auf den coolen Kalkulator (Ich, Iwan), das Gewissen(ÜberIch, Heulsuse (Mellan)Colin) und den Onkel, der als Es die beiden zur existenziellen Bedürfnisbefriedigung, (nicht nur) hier das Überleben des vermeintlich Fittest, anstiftet und, perfide genug, als einziger überlebt, obwohl das Drehbuch keine logische Erklärung dafür bietet, sich aber dem sehr theoretisch konstruiertem Spätwerk ohne Begeisterungsvermögen unterordnet, obwohl zwar MacGregor teilweise überzeugend abliefert und Wilkinson die energische Verzweiflung seiner Aufforderung in den kurzen Szenen glaubhaft personifiziert (Am lustigsten da noch der einleitende Theaterdonner). Farrells, schon in Brügge... überstrapazierten Dachaugenbrauen, die er wohl mit permanentem, nein: penetrantem, Gerauche nur versucht zu mystifizieren, sind jedoch nicht nur recht wenig für seine Gewissensbisse, sondern zeigen, dass er bei sonnynbebrilltem Kleiderständer hätte bleiben sollen.
Dass die Vorschnellen die Unverletztheit des Ziel-Trios aller Begierden (1 Boot/2 Frauen), und somit den Grad der zugegebenen Verletztheit des Autoren nicht mehr notieren konnten, wird sie bei mangelnder Allenaffinität eh nicht jucken. Und wieso nach Fliehendes Pferd, und Funny Games schon wieder ein Segelboot handlungstragend sein muss, weiß nur die Filmausstattergewerkschaft. (~~ 0,5*)
Eingestellt von
lr
um
02:34
0
Kommentare
Labels: Kino, p review, unnecessary
Dienstag, 1. April 2008
Coinnocence
Gerade eine innozente Koinzidenz gefunden, bei der Sichtung des Films:
I suppose this might not be by accident: Compare the chosen Font of my favourite early (not only) 90s Band (and Singer) with the Titleart of this Movie:And their name-logo from "microdot" brian cannon, since, i think, their third studio-album:
And I want to point out, that I don't wanna say it's stolen, but I think it's a very adequate fitting style. I liked it a lot.
and this seems to be odd but true:
http://www.simonperry.org/brian-cannon-of-microdot-definitely-maybe/
Nachtrag/Addendum (28.07.08):
Notably nowadays this Font is very common again! Posters, covers of new music are using this style once again. Is this in union with the return of the shoegazer sound?
Eingestellt von
lr
um
22:27
0
Kommentare
Labels: Altered States, beauty is selfless, Kino, microdot, The Verve, totally unnecessary
Montag, 10. März 2008
p review 03.03.2008 - Im Tal von Elah
Der Vorfilm ist vergessen.
Im Tal von Elah (03.03.08)
Auch wenn dieser mit dem biblischen Bezug im Titel sich selbst überhöhende Streifen im zu unkritisch patriotischen Herkunftsland wohl als nestbeschmutzendes Krimichen wenig Beachtung fand, so bleibt dem un-, äh, nichtamerikanischen Zuschauer doch nur ein solider weinerlicher Antikriegskrimi zu sehen. Auch wenn es scheint, die Plastiker hätten an Frau Theron so einige Modifikationen vorgenommen, bleibt sie immer nur die Behauptung einer Schauspielerin. Dafür ist Herrn Jones gute Absicht diese Meinungstendenz zu unterstützen sichtbar, jedoch hat Frau Sarandon dazu zu wenig Gelegenheit. Am bemerkenswertesten war noch die komplette Abwesenheit der Schleichwerbung, denn Filme in denen Klapprechnerrückseiten keine Logos tragen, chromblitzende Kühlergrillembleme nicht 2 cm vor dem Weitwinkelobjektiv stehenbleiben, und keine rotsilbernenen Etiketten an den Getränkedosen zu sehen sind, sprechen für eine Kritik der us-ländischen Industrie, die schon einem Embargo gleichkommt. Doch ist dies nicht ausreichend für die Empfindung einen sinnvollen Kinoabend erfahren/-sehen zu haben. Denn die schmollende Grundstimmung, über die persönlichen Folgen des "Einsatzes", ich glaube der Term Krieg wird ja bewusst vermieden, bei den, immerhin freiwilligen Kriegsteilnehmern, denn eine Wehrpflicht ist mE ja noch nicht wieder eingeführt.
Und so kommt wenig Mitleid auf, wenn sich der Dienst mit Uniform und Waffe/Tötungsgerät nicht als unproblematisch/folgenlos erweist. Und erst recht keine für den Vater, der seinen Sohn durch Vorbild und Erziehung dorthin trieb. Auch wenn der natürlich hier für den Wandel der öffentlichen Meinung über die Waffeneinsätze (noch so ein Wort wie Gesundheitskasse) stehen soll, die sich aufgrund dieses Filmes wohl auf keiner Seite des Atlantiks maßgeblich ändern wird.
Eingestellt von
lr
um
16:32
0
Kommentare
Labels: Kino, p review, unnecessary
Donnerstag, 28. Februar 2008
p review 25.02.2008 - Die Schwester der Königin
(wohl wegen überlänge des vorgängers kein vorfilm)
Die Schwester der Königin (25.02.2008)
Universal Opferbereitschaft
Gemeinsam stellten wir fest, dass dies dann wohl die Episode 1 von Elizabeth ist. Und die vorfeldliche Grundsatzabneigung für die Kleiderständerfreuden (und) der (unnötigen Überpräsenz der) beiden - "ach(,) so(,) reizenden" - Portagonistinnenstarlets wurde vom Ärger, dass alle viel zu "modern" agieren, zunächst noch verstärkt: rumtollende Kinder und durch Gänge stürmende Schwestern und dauernd Galopp, weil das damalige Schrittempo heute wohl zu träge wirkte. Na, zumindest durften die beiden Miminnen ihre Gebärsimulationen vorführen, und diese Szenen waren es auch, die eine Frau, die diese Gebärarbeit natürlich besonders hervorhebt, als Autorin nahelegte, war dann auch so: nach dem Roman der Frau Philippa Gregory. Ob sie dafür verantwortlich ist, dass alle (Re-)Aktionen so zwingend konstruiert wurden, und die Männer allesamt nahezu kommentarlos dem absoluten Alphamännchen, wohl weil sie wissen, dass dagegen bei den Frauen nicht wenig, sondern nichts entgegenzusetzen ist. Nebenbei war mir der weniger ansehnliche, und damit der historischen Wahrheit dichtere, und meine im Sonntagsnachmittagsprogramm prägende, Charles Laughton deutlich lieber als dieser unpassende Schönling, der seine Machtposition gewissenlos ausnutzt, um immer wieder gebär(?)freudiges Frischfleisch zu erlangen. (Allerdings ist er hier natürlich auch nur Opfer seines Anspruches nach einem Thronerben - und seiner Libido.) Dass Mary sich nach der ersten Nacht in ihren König "verliebt", weil er der bessere/erfahrene Liebhaber, (ihr Ehemann war ja eher gleichaltrig), ist so platt, dass man nicht weiß, ob man hoffen soll, dass es unbewusst so geschrieben wurde, oder eine bewusst für die Zielgruppe romantisierende Wendung ist. Der Bruch mit dem Papst war dann auch nur eine Randerscheinung; dass ganz England unter dieser Putinisierung des Staates zu leiden hatte, ist in dieser High Society Soap natürlich zu unbedeutend. Doch schließlich wird die berechnende (auch wenn der Film teilweise unsinnigerweise das Gegenteil behauptet) der beiden Schwestern, nach patriachischer Sichtweise, eben dafür bestraft. Doch hier wird dies, weil es ja zufällig den historischen Fakten* entspricht, benutzt, um ihre Opferrolle in Richtung Jeann d'Arc (als die wir Natalie bestimmt als nächstes sehen müssen) ins fast unermessliche zu steigern. Dafür(?) hat Henry VIII. auch extra einen Kunsthenker aus Frankreich einfliegen lassen.
Einzig positiv erscheint die schön verschwörungstheoretische Sicht, dass ja alles von einem(?) initiiert wurde, um den eigenen Einfluss zu erhöhen.
)* mit den historischen Fakten wird oft (in Elizabeth z.B.) verurteilungswürdig lax umgegangen, denn die Filmhistorie bleibt in den Köpfen immer bessser hängen, als die der Geschichtsbücher (heute wohl eher die der Wikipedia). Hier wurden illegitime Kinder vor Marys Sohn zumindest nur nicht erwähnt.
Eingestellt von
lr
um
04:38
0
Kommentare
Labels: Kino, p review, unnecessary
Sweeney Todd - The Demon Barber of Fleet Street
Hegte die Londoner Legende (zuerst 1847 erschienen) noch Anklänge an den Grafen von Monte Christo (1844-1846 als Fortsetzung) erscheint sie selbst wie ein Vorbild für das Texas Chainsaw Massacre (oder war es doch ein anderer Film in dem die Opfer zu Burgern verarbeitet wurden?) und wird hier wie eine Kombination aus der Buffy Musical-Folge und dem etwas inzestuösen Vorbild Edward mit den Scherenhänden inszeniert. Denn auch wenn aus den kreativen Scheren meuchelnde Rasiermesser geworden sind, ist die Mimik des Herrn Depp doch noch durchaus die Gleiche geblieben, trotz einiger naturgemäß addierter Linien. (Dabei kommt die Frage nach der Droge, die solche Welten erschaffen lässt, auf.) Gerade der (im positivsten Sinne) unprofessionelle Gesang erinnert schwer an Once more with Feeling (das wiederum ja schon den Titel eines anderen in diesem Jahr von "Der Acadamy" überraschend ausgezeichneten musikalischen Films vorwegnahm) das jedoch musikalisch mehr überraschte und mit dem seifigen Hintergrund auch handlungstechnisch etwas mehr zu bieten hatte.
Im Demon Barber schwelgt Herr Burton wieder einmal in seinem bekannten Ausstattungs- und Kostümierungswahn, um seiner ganz eigenen speziellen Welt noch eine kleine Nuance hinzuzufügen, für dessen Genuss man sich schon im Vorfeld einstellen muss, neue Jünger dieser zuckrigen Gothika werden wohl eher nicht damit gewonnen. Doch Johnny hat ja eine deutliche Sogwirkung auf mindestens eine Hälfte der potentiellen Kinogänger.
(Auch wieder besser hier: Sweeney Todd Kritik auf schnitt.de)
Eingestellt von
lr
um
03:25
0
Kommentare
Labels: Kill, Kino, unnecessary
Dienstag, 19. Februar 2008
p review 18.02.2008 - No Country For Old Men
Der Vorfilm war ein wunderschöne Einstellung, in der die grotteschlechte Tonqualität jedoch unterstützend wirkte: Ein türkischer Hipster-Sohn liest seiner Mutter Regisseurnamen vor, die diese wiederholt, vereinzelte Wiederholungen zur Ausspracheverbesserung inbegriffen. Der Höhepunkt nur als Off-Ton: Die Frage nach dem größeren Moralisten: Trier oder Haneke. Toll. "My Mother learns Cinema (Annem Sinema Ogreniyor)" (TR, 2006)
No Country for Old Men (18.02.2008)
Dieser 1980 lokalisierte 150prozentige Spaghettiwestern lässt mit seinen Gewaltdarstellungen zwar kalt, doch werden auch Spannungmomente ohne "Äkschn" so dicht gestreut und zitieren dabei auch oft die Standards der Klassiker, die in den 60ern jedoch nur im südlichsten Staat der US spielten, aber seltener gedreht wurden, so dass es dann doch packend wird, wenn der wahrhaftig Urböse, dessen Darstellung* nur an Anthony Hopkins' Lector erinnert, weil er diesen übertrifft, einem weiteren Opfer gegenübersitzt. Doch wird das Ende der, wenn auch nur halbguten und deswegen, Identifikationsfigur etwas fahrlässig behandelt und danach zerfasert der Film in drei Enden für die drei bislang Übriggebliebenen**.
Doch es bleibt offen, ob die schicke unterhaltende Künstl(er)ichkeit, die das Grauen über die Gewalt verdrängt, auch weil sie einem immer demonstriert, dass man ein Kunstprodukt und keine Dokumentation ansieht, nicht doch zu verurteilen wäre. (*,5)
(280208)
)* und seine Frisur mach ihn ebenso zur, allerdings ausdrucksstärkeren, doch weniger faschingstauglichen Ikone, wie ehedem Haut- oder Eishockeymasken
)** jetzt fang' ich auch schon an mit "teasenden Antispoilern"(Ascheaufmeinhaupt)
Eingestellt von
lr
um
06:00
0
Kommentare
Labels: Kill, Kino, p review, unnecessary
Dienstag, 4. Dezember 2007
p review 03.12.2007 - Mein bester Freund
Der Vorfilm war ein kleines Kinderspiel mit Rassismus-Zeigefinger, denn die sich untypisch wenig wandelnde Botschaft, wird vom letzten Kind in eine Entlarvung des die Schmähung generierenden Mädchens gewandelt und so die Spannung gelöst. (Stille Post, D 2007)
Mein bester Freund (03.12.2007)
Da sieht man mal wie gut es einem FreundimTitel-Film tut, wenn der Freund nur ein filmisch materialisierter Aspekt des Protagonisten ist, und nicht das reale und völlig unironisch gemeinte hehre Ziel und Zweck der (Film)Existenz. Daher hier der Zeigefingerfilm für alle scheinbar autark Alternden. Doch zumindest fast neu ist dann ja, dass als Heilmittel der scheinbaren Unabhängigkeit, und somit Freundlosigkeit, die hier eigentlich weniger die Existenz be- als per Wettschuld droht, nicht wie so oft (immer?) die Arme eines/r Sexualpartners gepriesen werden, nein, diese werden als ein Freund(in) (durch diesen hier so sehr überbemühten Term, befürchtete man zu oft den Auftritt der Drei von der Tankstelle ) rätselhafterweise von keiner Seite in Betracht gezogen. Dennoch bleibt die hiesige, trotz kleinster Verirrung am äußersten Rand der Geschichte, schließlich an seiner Seite. So wird hier die strenge Trennung von diesen Umgangstypen gepredigt, und, unausgesprochen, wohl wissend um die tragische, zeitliche Unbeständigkeit der triebisch dominierten. (~)
thx ju for providing the fee (5/5)
Eingestellt von
lr
um
06:10
0
Kommentare
p review 26.11.2007 - Gone Baby Gone (OmU)
Der Vorfilm war ein authentisch aussehendes, jedoch schließlich wenig glaubhaftes Fundstück aus dem Nachlass des im Untertitel genannten. Nach verwackelten Blumen/Bienenbildern (ein Bild für die eigentlich beabsichtigten Voyeuraufnahmen?) verschwindet eine Frau unvermittelt in der fernen schwachen Brandung. Kameraschwenks über den Bereich rund um die Abtauchung sollen dann noch die (verzweifelte) Suche des Kameramannes simulieren. Doch auf Ariels kurz auftauchende Schwanzflosse wartet man vergeblich. (desi're: - The Goldstein Reels, D 2005)
Gone Baby Gone (OmU) (26.11.2007)
Dankbar über die OmU begann dieser als, zumindest bemüht, ungewohnt direkter realistischer Unterklasse-Krimi, doch wenn die Amis sowas machen (wollen), wird dann in der zweiten Hälfte dann doch nur ein moralisierender Schmachtfetzen daraus. Denn das finale Dilemma hat mit seiner Triefigkeit die erste halbe Stunde mehr als überschwemmt. Die immerhin versucht hat mit gesundem _Lokal_patrotismus die wenig wohlhabende Lebensweise eines Bostoner Viertels nachzuzeichnen. Natürlich nicht ohne schon hier die auch in diesem Milieu bestehende Möglichkeit sich untadelig den American Dream zu erfüllen zu heucheln. Und auch wenn dem Hauptdarsteller schon oft bessere Mimenkunst nachgesagt wurde als seinem hier auch involvierten Bruder, so machen die naheliegenden Mutmaßungen über die (zur (weiblichen) Hälfte wirklich belastenden) Nosejobs des Detektivpaars eine unzweifelhafte Verkörperung doch eher unmöglich. (~~)
- "Fuck" - 135, "Shit" - 18, "Dick" - 5, while several derogatory terms are used and there is also some mild name calling. - Dafür gabs natürlich nur ein rated "R".
thx ju for providing the fee (4/5)
Eingestellt von
lr
um
06:03
0
Kommentare
p review 19.11.2007 - mEine Schöne Bescherung
Der Vorfilm war in der Rückschau ja dann ein Vorgriff auf das Cover des einen Nachrichtenmagazins der Folgewoche: Eine lange Reihe von Schülerversionen des titelgebenden Antlitzes. (Das Lächeln der Mona Lisa, D 2006)
mEine Schöne Bescherung (19.11.2007)
Dieses saisonale Pflichterzeugnis wartet zwar mit unterhaltendem Buch und ebensolchen Darstellern auf, bleibt jedoch aufgrund der alltäg(/jähr)lichkeit der Ausgangsituation, die lediglich mit funktionierenden, wenn auch nicht überraschenden Wendungen und Pointen, wenn auch geschickt, ausgeschmückt wurde, ohne jede Nachwirkung. Dass es sich wohl um das Remake einer schwedischen Produktion handelt, ist noch das die eigenen Sujets-Vorurteile bestätigendere Element dieser deutlich leichteren Kost als es der gelungene Vorgänger Komm näher war. (~ 0,5*)
thx ju for providing the fee (3/5)
Eingestellt von
lr
um
06:00
0
Kommentare
Mittwoch, 14. November 2007
p review 12.11.2007 - Free Rainer - Dein Fernseher lügt
Der Vorfilm war ein selbsternannter "Experimentalfilm" in dem ein kleines Mädchen die wohl von digitaler Tricktechnik erzeugten Verschiebungen der verschiedensten Muster und Reihen im Stadtbild, Gulliplatten und Obststandregalen, zu Fassadenreihen (die rationale (Platten-)Architektur bietet sich dem ja geradezu an) und auch Pollerstreifen und Heckenblüten, einmal überrascht kurz der mitlaufende Schatten von stark strukturierten Vormauersteinen. Und da die meisten laufenden Bänder an den ja ebenfalls die ganze Zeit den Projektor durchlaufenden (ja, nur früher) Zelluloidstreifen erinnern, kann es ja als "Das ganze Leben ist ein Film" durchgehen. (Julot, I(srae)L 2005)
Free Rainer - Dein Fernseher lügt
Schien schon im Vorfeld die/der vom Regisseur demonstrierte
Agitationsmotivation/Missionseifer eher der Promotion seines Werkes zu dienen, und war man von der Grundidee nicht in übertrieben hoffende Erwartung versetzt, ließen doch zumindest seine Vorwerke eine solide unterfütterte Unterhaltung erwarten. War doch der lange Erstling noch eine gelungene Annäherung an psychologische Individualitäten, und der Folgende eine angenehm spontan wirkende Utopierealisierung, so scheint hier die, aus der dafür errungenen Anerkennung folgende, Erhöhung der Produktionsmittel für die,
dieser subversiven Geschichte wenig entsprechenden, Hochglanzoptik von Cast und Kulisse bis zur Requisite (einer GTV kann selbst ich mich noch nicht ganz entziehen, auch wenn der Zweck eines solchen Gefährts (transportloses Fahren) mehr als verwerflich ist) nicht sonderlich dienlich zu sein. Und daher wohl auch die weibliche Hauptmimin, die hier, von der Portalwerbung an die Seite des mittlerweile standardbesetzten, jedoch solide abliefernden, ja hier fast ehrenrettenden Herrn Bleibtreu eine weit bessere Leistung abgibt, als andere aus Werbefleckchen bekannte Gesichter. Der Mannschaft wird, bis auf den dritten im Bunde, leider, zugunsten zu langer romantischer Blicke zwischen den Protagonisten, zu wenig Gelegenheit gegeben, ihren Figuren mehr als nur die Andeutung eines Individuums zu geben. Sie wurden wohl auch nur als (wenn nicht Arche-, dann Fernsehsessel-)Typen angelegt. Am negativsten stieß dann die Wahl des vermeintlich grenzdebilen Publikums der wandelnden Traumsequenz auf, da wären Schnitte auf das übliche Abercrombie-Publikum viel angemessener gewesen, so wirkte es eher wie unterbemittelte Randgruppenschelte. Doch am schwierigsten nachvollziehbar erscheint hier die Union von Ursache und Wirkung der Medienkompetenz der Massen. Denn, wenn diese Tatsache auch der Weltsicht der Geistvernichtungmaschinerie (neben Geld(motorisierte Individualverkehrsmittel) und Zeit(PC)) widerspricht: Es gibt Sender wie 3Sat und arte, die, leider als fast einzige, den Auftrag und die Idee der Öffentlich-Rechtlichen als Fortführung der ehemals kostenlosen Bibliotheken zu erfüllen suchen. Aber dies, womöglich bewusst nur, für eine privilegierte Minderheit, die noch nicht von der Unkulturproduktion unfähig gemacht wurde Komplexeres zu goutieren. Der mittelalterlichen Technik entsprechend, das Wissen in elitären Sprachen zu horten.
Weingartner erfüllt so die Erwartungshaltung der Zielgruppe, indem er ihre (Verschwörungs-)Thesen formuliert, allerdings in einer Verkleidung, die diese (Zielgruppe) wohl erweitern soll, aber damit an Glaubwürdigkeit und Eindringlichkeit verliert.
Der Titel fällt wohl auch unter diesen Erweiterungsanspruch, bleibt jedoch rätselhaft, versucht doch Rainer die meiste Zeit das Fernsehvolk zu befreien, und wenn, dann passt ja der Imperativ nicht: Befreit er sich doch selbst von seinem Opportunismus. So bleibt nur die Assoziation zu Free Willy - Ruf der Freiheit.
thx ju for providing the fee (2/5)
Eingestellt von
lr
um
05:24
0
Kommentare
Labels: Kino, Kulturtechniken, p review
Donnerstag, 8. November 2007
KulturTechniken - Ein Exempel
Nicht zuletzt wird die mehr oder weniger kreative Produktion von den verfügbaren technischen (Hilfs-) Mitteln geprägt (der Einfluss der (fast) universellen Maschinen(hier PC-Technik) auf die (scheinbar (noch) größere) Ton- und Bildproduktion sei hier mal angedeutet), auch die alltäglichsten Vorgänge unterliegen dem Einfluss des technischen Wandels. Nicht nur die Fortbewegung wurde durch die Erfindung des geschmierten (später Kugel-) Lagers (das (mir) ein mechanisches Analogon zum Generator nach dem Dynamoelektrischen Prinzip zu sein scheint) verändert, auch der erst im letzten Jahrzehnt aufgekommene Zwang am Marktkassenband (das "Super" scheint hier aufgrund der seit fast einem Jahrhundert hierzulande weniger häufigen, eh durch ihren Vorsatz "Wochen" ausreichend differenzierten, mobilen Kaufgelegenheiten redundant) einen noch nicht einheitlich bezeichneten (oder?), mit "Neuer Kunde", Eigen- oder zusätzlicher Werbung beschrifteten, heute aus Plastik, jedoch auch schon (viel früher, oder in sehr rührigen Verkaufsstätten außerhalb der Metropolen) in schwarz lackiertem Holz beobachteten drei-oder-vier-Kant-Stab hinter die eigenen Waren auf dem Laufband zu positionieren, hat weniger in einer fortschreitenden Entfremdung seine Ursache als viel mehr, dass die Laufbänder nicht mehr mittels Fußschalter vom/n der Kassierenden fortbewegt wird, sondern eine Lichtschranke das Band solange laufen lässt, bis Ware oder betreffender Stab, Warentrenner oder (etwas übertrieben) Separator diese unterbricht und das Band stoppt. Da (meist) die mit dem Einscannen der Warenkennzeichen beschäftigte Kassiererin dadurch keine bewusste Wahrnehmung des Bandfortschritts hat, ist es oft schwer, (ja manchmal auch mit) ohne den behandelten Gegenstand den letzten Artikel des aktuellen Kunden zu erkennen.
Daher ist sein Gebrauch kein Zeichen der (Groß-) städtischen abgrenzenden Entfremdung, sondern nur dem Wandel der Technik gezollt.
Die guten Wünsche am Ende des Kassiervorganges werden jedoch nicht als übertriebene Höflichkeit empfunden, sondern, ob der Oktruiertheit durch die Geschäftsleitung, eher als dreiste Bevormundung, ja fast Erniedrigung, der Bekittelten durch eben diese.
Eingestellt von
lr
um
00:25
0
Kommentare
Labels: Kulturtechniken, totally unnecessary, unnecessary
Dienstag, 6. November 2007
p review 05.11.2007 - Persepolis
Der Vorfilm war wiederum leider ungezeigt.
Persepolis
Diese Comicverfilmung, deren, an die reduzierten Cartoons der 60er erinnernde, Strich deutlich gefälliger als der der recht groben Originalzeichnungen geraten ist, beginnt mit einer teils wenig überraschenden, teils erfrischend vereinfachten Geschichtsstunde, um dann für die letzten zwei Drittel zu einem archetypischen oder recht beliebigen Mädchen/Frau-Tagebuch zu werden, das die Frage aufkommen lässt, ob nur Frauen die Bedeutung ihrer Partner in ihrer Biografie so prominent herausstellen oder ob Männer diese Bedeutung womöglich nur verdrängen. Und es kann festgestellt werden, dass der Partner bei Frauen wohl erst nach der Trennung hässlicher wird, bei Männer wohl schon vorher - um danach wieder an Attraktivität (bis zur Verklärung) zu gewinnen.
Mit etwas zu poesiealbumesken Sinnsprüchen der Großmutter (schade, dass die Animation neben dem Abspann so platt noch einmal erklärt wird), dem naturgemäß ungeklärtem Ende und einer etwas sehr dünnen Rahmenhandlung, jedoch mit ausreichend vielen hübschen Details, die auch mal im Bildhintergrund Grundsätzliches andeuten, und einem, zwar nachlassenden, aber nie ganz aufgebenden kindlichen und dann Zweck- Optimismus erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Namensvetterin. Dabei ist die wohl authentische Unzufriedenheit mit den Zuständen - sowohl vor als auch nach dem Machtwechsel - noch am interessantesten. Allerdings wird der Einfluss der nördlicheren Mächte selbstbewusst zunächst etwas verharmlost und später zu wenig anprangernd dargestellt. Dabei fehlt es leider jeglicher überraschender Wendung oder Schlussfolgerung, so dass hier die Erzählart, trotz ihrer Mängel, das Erzählte übertrifft, und womöglich so mancher helfen könnte ihre persische Nachbarsfreundin besser zu verstehen. (1/4*~)
thx ju for providing the fee (1/5)
Eingestellt von
lr
um
03:09
0
Kommentare
Dienstag, 30. Oktober 2007
p review 29.10.2007 - Wir Sagen Du! Schatz.
Der Vorfilm war, lt. FaF, nicht eingetroffen...
Wir Sagen Du! Schatz.
Leider ward die erste Viertelstunde vom, bei einer zusätzlichen, missionarischen Sichtung der 'Jagdhunde', unfreiwillig empfangenen Trailer vorweggenommen, beraubt dieser den Zuschauer doch so der anfänglichen, Interesse generierenden Rätselei. Da aber dieser Versuchsaufbau ideal zur durchaus unterhaltsamen Demonstration der Grundprinzipien des Zusammenlebens geeignet ist, bleiben weniger die absurden als die (selbst?!) wiedererkennenden Komponenten dieser Konstellation haften. Das interessante Experiment könnte auch die (teilweise, denn auch hier werden Mauern errichtet und eingerissen) Umkehrung der Themroc'schen Anti-Utopie sein.
Hier also der individuelle Versuch den scheinbar überlebten Werten der Familiengemeinschaft zu frönen. Natürlich müssen heutzutage die "Opfer" zu ihrem (familiären) Glück mit, in freier Wildbahn wohl weniger populär, autoritär durchgesetzten Regeln gezwungen werden, und der legislative Konsenswunsch bleibt hintersinnig eigentlich immer ein solcher.
Der Betrachter kann sich daran erfreuen, dies, zwar/zum Glück nur theroretisch, aber auch so schön besetzt und gekonnt, und daher auch irgendwie glaubhaft, vorgeführt zu bekommen. So erdet der kommunistische Urberliner/-einwohner die Fhainer Szenerie aufs authentischste, und auch die Wilmersdorfer Witwe, naja hier ist sie keine, schafft es damit dies Klischee zu vermeiden ohne es auszulassen. Die beiden Jüngsten zeigen den anderen, dass die Sorge um den Anderen/Schwächeren, auch zurückgibt, wenn es auch nur das Bewusstsein der eigenen Nützlichkeit ist. Die zufällig dazu gekommene bringt natürlich auch unverhofften Fortschritt, und auch die Gattin wird sich wohl ihrer Realitäten stellen. Schließlich haben es dann anscheinend fast alle drei Schlussalternativen in die finale Fassung geschafft. Und so gibt es ein happy und ein weniger frohes Ende, und eins mit dickem Zwinkern, da es üblich geworden zu sein scheint (bis auf Homer Simpson) im Laufe der Zeit so manche Familien(konstellationen) mit Erinnerungen, aber auch Erfahrungen, hinter sich zu lassen. (*,5)
Eingestellt von
lr
um
04:03
0
Kommentare
Dienstag, 23. Oktober 2007
p review 22.10.2007 - Odette Toulemonde
Der Vorfilm war die Erfüllung des Adjektives im Titel, es sei denn man kann eine nahezu unermessliche Menge an Interesse für den Protagonisten dieses Werkes aufbringen. Useless Dog (Irland 2004)
Odette Toulemonde
Die Hoffnung auf ein besseres Leben wird ja nicht erst seit Pretty Woman der wohl gutgläubigeren Hälfte der Menschheit mit Heileweltoderalleswirdschongutgeschichten eingeredet. Und so soll hier wohl auch den schon betagteren Unzufriedenen die Möglichkeit einer zweiten Chance eingeimpft werden. Auf dass sie nicht auf die Wiedervereinigung mit dem toten Gatten warten müssen und die Wartezeit mit leicht verständlichen Fluchtgeschichtchen, denen der Autor hiermit eine Berechtigung bescheinigt, erleichtern. Diesen Realitätsverlust darf man dann als wörtlich genommenes Schweben "bewundern" oder als, die eintönige Hausarbeit verklärende, Josephine Baker-Nummern ertragen. Interessant ist da nur der neue Aspekt, wenn ein Mann den berühmten Banananenrock trägt. Dieser aber von der Enttäuschung über die fehlenden Lösungen für die beiden Kinder mehr als neutralisiert wird, mussten sie doch wohl dem "perfekten", einfachen Happy End auf einer pierrotposteresken Mondsichel weichen. (nicht nur fast ~~~)
Eingestellt von
lr
um
01:22
0
Kommentare
Labels: Kino, p review, unnecessary
Montag, 22. Oktober 2007
p review 01.10.2007 - Jagdhunde
Der Vorfilm war eine, auch an Kubricks 2001 anspielende, Zeichentricktheoretisiererei, in der der Wunsch nach der Einzigartigkeit auch dem Klon vererbt wird und auch einen als Wissen um die Geklontheit schließlich überrascht.
Jagdhunde (01.10.2007)
Obwohl die Vorfreude beim Erscheinen des Namens Josef Hader groß war und dann doch enttäuscht wurde, da er nicht all zu viel zum besten geben konnte, dies jedoch wieder aufs trefflichste zeigt, dass die Radiomänner ihm doch um viele Längen nachstehen, besonders köstlich seine gespielte Begeisterung um ein geläufiges Palindrom. Doch ist hier seine wohlerfüllte Aufgabe den selbst verunsicherten, aber dies natürlich gerade seinem Sohn gegenüber nicht zugebenden Vater zu geben. Doch zeichnet dieser Film eine Entwicklung zum vermeintliche wiederhergestellten oder endgültig zerbrochenen Urzustand, mit so tollen Bildern für die einzelnen Stationen, dass es eine lange nicht verspürte Begeisterung hinterlässt. Zentral natürlich die Geschichte des jungen Glücks des Kennenlernen des fremden Mädchens, dessen (Gebärden)Sprache er zunächst nicht beherrscht und doch eine Verständigung möglich ist. Dann die ersten Momente miteinander unter völlig Wesensfremden, in der die Kittelschürze als Umlandmenetekel anstelle des übermotorisierten Kleinwagens steht? Leider etwas zu wenig als Zeichen kodiert der Alkoholkonsum als Zeichen des (jaja eh nur hormonell) veränderten Bewusstseinszustandes. Und zuguterletzt der gefrorene Wassernager als Bild für seinen befürchteten(?) Tod. Wie unscharfe Skizzen immer die scharfe photografische Abbildung übertreffen, weil dem Betrachter so mehr Platz für seine eigenen Erfahrungen gelassen wird, so zeigt dieser Film vieles auch so dezent, dass dieser Freiraum auch hier bleibt. Bis dann eine Weihnachtstafel zelebriert wird, die wie eine aktualisierte und deutlich weniger harmlose Version einer Loriotschen Szenerie wirkt. (**,5!!!)
Eingestellt von
lr
um
19:42
0
Kommentare
p review 15.10.2007 - Atonement - Abbitte
Immerhin sehr englisch elegant und vielversprechend beginnt dieser als Krimi, natürlich um eine, mittlerweile allzu trendige, Kinderschändung, um dann in doofer Schuldgefühlsduselei zu enden. Und wenn die Schreibmaschinenanschläge zur Rhythmusgruppe werden, muss man eigentlich nur an Jerry Lewis denken, auch wenn dies wohl andeuten soll, dass eh alles geschriebenes/ausgedachtes ist. Besonders fiel die aus dem Ensemble unangenehm heraustechende allzu Kidmännisch ätherisch ikonisierte Frau Portman auf, deren Stunden in der Maske einem geradezu aufgedrängt werden. Darstellerisch nicht nur daher sehr inhomogen.(~)
Eingestellt von
lr
um
16:14
0
Kommentare